Email-Marketing Checkliste

Email-Marketing Checkliste

„Der Gewinn liegt in der Liste“ war einer der ersten Sätze des Email-Marketing die ich während des Studium lernte. Es ist erstaunlich, wie viel Ideen, Energie und oftmals auch Penetranz Websiteinhaber und Marketingverantliche aufbringen – um dann kurz vor dem Ziel in der Umsetzung der Kampagne zu patzen. Mit einer kleinen Email-marketing Checkliste möchte ich wichtige Punkte zu beachten und so zum Erfolg Ihrer Kampagne beitragen.

Da werden Email mit Variablen versendet („Guten Tag male Hörnke“  – 1 & 1), nicht oder falsch segmentiert (Bahncard-Sonderangebote an Bahncard 100-Inhaber) oder es wird gar ein Versand mit Outlook versucht („Wir versenden unsere Mails IMMER mit Outlook!“).

Vieles kann Ihnen ein guter Dienstleister wie zum Beispiel Cleverreach und Newsletter2Go erleichtern, ganz abnehmen kann er Ihnen die Verantwortung für den Erfolg Ihrer Marketing-Kampagne nicht!

Email-Marketing Checkliste

Checken Sie doe folgenden Punkte genau, es gibt einige Fallen beim Email-Marketing in die man tappen kann.

Design

  • Wird eine Vorlage im Responsive Design verwendet? Fast alle Tools bieten die Möglichkeit eine Vorschau der unterschiedlichen Geräte zu simulieren. Optimal ist ein Testversand und die Kontrolle auf den von der Zielgruppe am häufigsten verwendeten Geräten.
  • Breite festlegen – auf einigen Geräten ist die Anzeigenbreite auf 600 px limitiert.
  • Umsetzung im Corporate Design – Ihre Mail sollte vom Empfänger schnell erkannt und Ihnen zugeordnet werden können.
  • Verwendung des richtigen Zeichensatzes – Achten Sie insbesondere auf die Darstellung von Umlauten und Sonderzeichen in der HTML-Mail. Sehr gute Texte zum testen finden sie im Blindtextgenerator.
  • Whitespaces verwenden – nicht nur weil es derzeit ein angesagtes Design ist! Farbflächen lenken den Blick auf das Wesentliche.
  • Bereitstellen einer Web-Version – Sicherlich kennen Sie den Satz „Sollte diese Mail nicht richtig dargestellt werden…“. Ein Link führt dann zu einer Webversion Ihrer Mail. Obendrein lässt sich dieser Link sehr gut in den sozialen Netzen verwenden. Cleverreach stellt diese Funktion als Standard bereits zur Verfügung.

Rechtssicherheit

  • Einwilligung der Empfänger liegt vor? Email-Marketing verfügt über eine Menge rechtlicher Fallstricke. Von Inhalt bis Double-OptIn will an vieles zu denken. Mein Tipp: unbedingt den Newsletter von Dr. Schwenke abonnieren!
  • Möglichkeit zur Abmeldung gut sichtbar im Newsletter und auf Website vorhanden? Und bieten Sie dies bitte nicht nur einfach an, sorgen Sie auch für eine rechnisch saubere Umsetzung. Bei einigen „Beratern“ habe ich mich dreimal abgemeldet – um dann letztendlich einen Löschfilter einzurichten. Das schädigt Ihren Ruf nachhaltig!
  • Impressumspflicht beachten – gemäß §5 Telemediengesetz (TMG) muss das Impressum direkt angegeben oder verlinkt sein.

Versand

  • Aktivierender Betreff – oftmals entscheidet der Betreff über Öffnen oder ungeöffnetes Löschen einer Mail. Erzeugen Sie Neugierde, achten jedoch auch darauf, das Clickbaits verpönt sind. Fragen Sie sich immer: „Würde es mich neugierig machen? Erzeugt es wirkliches Interesse?“
  • Verwendung eines Preheader – hier können Sie wichtige Informationen hineinpacken, die nicht in den Betreff passen.
  • Zeichenlänge des Betreff beachtet? 40 bis 60 Zeichen sind ein gutes Maß.
  • Testversand – Marketingtools wie Cleverreach lassen den Versand ohne Test ohnehin nicht zu. Doch auch sonst sollten Sie lieber einmal zu viel als zu wenig testen.
  • Versandzeitpunkt festlegen – Anhand früherer Kampagnen kennen Sie eventuell bereits den am besten geeigneten Zeitpunkt für den Versand Ihres Newsletters. Je nach Branche, Produkt oder Ziel variieren die Werte deutlich.

Inhalte

  • Relevanz – Fokussieren Sie sich auf einen wichtigen Punkt und arbeiten Sie diesen heraus. Wecken Sie auch hier Neugierde, nehmen Sie nicht den Inhalt Ihrer Website voraus.
  • Textlänge – „In der Kürze liegt die Würze“ und „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ – damit ist eigentlich schon alles gesagt.
  • Above the Fold – Nutzen Sie den Platz, der ohne zu Scrollen angezeigt wird für Ihr wichtigstes Anliegen. Das Wichtigste sollte auf den ersten Blick erkennbar sein.
  • Call to Action – sagen Sie dem Leser charmant aber deutlich, was sein nächster Schritt sein sollte.
  • Versehen Sie Bilder mit Alt-Tags (alt steht für alternate) – somit ist eine Beschreibung sichtbar, wenn Bilder nicht geladen werden (Standard vieler Email-Clients) und obendrein dient es der Suchmaschinenoptimierung Ihrer Web-Version.
  • Verwenden Sie keine Spam-Begriffe! Verzichten Sie auch auf einen allzu reißerischen Betreff. Worte wir „billig“, „gratis“ und „gewinnen“ fallen häufig Filtern zum Opfer und „sex sells“ stimmt so zumindest im Email-Marketing nicht.
  • Ermöglichen Sie das Teilen in sozialen Netzwerken und beachten Sie hierbei die relevanten Netzwerke Ihrer Zielgruppe.
  • Verwenden Sie Personalisierungen – auch wenn die Algorithmen den Nutzern mittlerweile bekannt sind – das Lieblingswort des Menschen ist sein eigener Name. Sprechen Sie ihn an!

Empfänger

  • Prüfen Sie Ihre Empfängerliste auf Aktualität
  • Verwenden Sie wenn möglich persönliche Adressen. „info@… und „geschäftsfuehrung@….“ sind selten erfolgreich!
  • Segementieren Sie! Auch wenn Emails kein Porto kosten, so können Sie doch mit falscher oder fehlender Einteilung in Empfängergruppen viel falsch machen. Analysieren Sie ruhig einmal einen Tag lang Ihre Posteingänge nach Relevanz und Penetranz. Ältere unter uns kennen sicherlich noch den Begriff des *plonk.
  • Managen von Bounces und Abmeldungen. Hier können die Tools bei der Adresspflege sehr gut unterstützen.

Monitoring / Analytik

  • Tracking wichtiger Kennzahlen wie Öffnungsrate, Klicks, Abmelde- und Bouncerate
  • Auswertung der Links mit Clickmaps zeigt Ihnen, welche Links an welcher Stelle der Mail am häufigsten angeklickt wurden.
  • Lernen Sie Ihre Leser durch Geolocating kennen und nutzen Sie dieses Wissen in späteren Kampagnen.
  • Reporting nach Zielgruppen – wurde die Zielgruppe erreicht? Wurde geklickt? Wie hoch ist die Conversionsrate? Analytik ist der Beginn des Management-Regelkreises und sollte nicht als Nebentätigkeit angesehen werden.
  • Ebenso ist Analytik keine einmalige oder kurzfristige Angelegenheit. Analysen führen zu Erkenntnissen, Erkenntnisse werden umgesetzt und führen zu Veränderungen, Veränderungen werden gemessen…

Fazit

E-Mail Marketing ist keineswegs tot – auch wenn es oft behauptet wird. Und gut und vernünftig gemachtes Email-Marketing kann Ihr Geschäft ungemein pushen.

Wenn Sie die Stickpunkte dieser Checkliste beachten sollte Ihrem Erfolg nichts im Wege stehen.

Literaturempfehlungen finden Sie wie immer reichlich unter dem Stichwort Email Marketing auf Amazon. Ich empfehle ganz besonders die Literatur von Dr. Torsten Schwarz zum Thema.


Abbildung: pixabay

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