Affiliate Link Cloaking: Mehr Klicks und Vertrauen ohne SEO-Risiko
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Wer im Affiliate-Marketing erfolgreich sein will, stolpert früher oder später über einen Begriff, der in der SEO-Welt oft für Stirnrunzeln sorgt: Cloaking. Doch während „klassisches“ Cloaking eine riskante Black-Hat-Methode zur Suchmaschinen-Täuschung ist, gehört das gezielte Maskieren von Affiliate-Links zum Standardwerkzeug eines jeden professionellen Webmasters.
In diesem Artikel klären wir, warum die Optik deiner Links massiven Einfluss auf deine Click-Through-Rate (CTR) hat und welcher Link-Typ in der Praxis wirklich am besten abschneidet.
Die Psychologie des Klicks: Welche URL gewinnt?
Bevor wir in die Technik eintauchen, machen wir den Praxistest. Welchen Link würdest du als Nutzer eher klicken, wenn du eine ehrliche Empfehlung suchst? Wir haben die drei gängigsten Alternativen gegenübergestellt:
Die drei Kontrahenten im Check
1. Der „Nackte“ (Direktlink): partner-shop.de/p/kamera?ref=42
Dieser Link ist ehrlich, aber oft abschreckend.
- Vorteil: Volle Transparenz; der Nutzer sieht sofort, wo er landet.
- Nachteil: Erhöhte „Affiliate-Blindheit“. Viele Nutzer erkennen Werbeparameter sofort und löschen sie manchmal sogar manuell, was deine Provision vernichtet. Zudem wirken lange URLs mit kryptischen IDs oft „spammy“.
2. Der „Praktische“ (Shortener): bit.ly/kamera-tipp
Externe Shortener sind auf Social Media beliebt, auf einer Website jedoch oft ein CTR-Killer.
- Vorteil: Spart Platz, ideal für Kurznachrichtendienste oder Instagram-Bios.
- Nachteil: Hohe Sicherheitsbedenken. Da Shortener oft für Phishing missbraucht werden, wissen Nutzer hier am wenigsten, was sie erwartet. Du verlierst zudem deine Brand-Kontinuität.
3. Der Sieger: Das Cloaking (deineseite.de/go/kamera)
Die Maskierung auf der eigenen Domain ist für professionelle Webseiten der Goldstandard.
- Vorteil: Maximales Vertrauen. Der Nutzer bleibt optisch auf deiner Domain. Der Link ist „sprechend“, wirkt wie eine redaktionelle Empfehlung und schützt deine Provision vor Manipulation.
- Nachteil: Einmaliger technischer Einrichtungsaufwand.
Vergleich der Erfolgsfaktoren
- Merkmal
- Vertrauensfaktor
- Klick-Hemmschwelle
- Markenkontinuität
- Provisionsschutz
- Eigene Domain (Cloaking)
- Sehr hoch
- Sehr niedrig
- Ja
- Nein
- Direktlink
- Mittel
- Mittel bis hoch
- Nein
- Niedrig
- Bitly/Shortener
- Niedrig
- Hoch
- Nein
- Mittel
Die Technik: So maskierst du Affiliate-Links richtig
Technisch gesehen ist Link-Cloaking nichts anderes als eine einfache Weiterleitung (Redirect). Wenn ein Nutzer auf deineseite.de/go/produkt klickt, sendet dein Server einen Befehl an den Browser, direkt zur Ziel-URL des Partnerprogramms zu springen.
Die Umsetzung für Webmaster
- WordPress-Plugins: Tools wie Pretty Links oder ThirstyAffiliates bieten eine grafische Oberfläche und Klick-Statistiken. Einen Vergleich der beiden WordPress-Plugins findest Du hier: Pretty Links vs. ThirstyAffiliates: Welches Affiliate-Plugin ist das bessere?
- Manuelle Lösung: Wer volle Kontrolle will, nutzt die .htaccess-Datei oder ein kleines PHP-Skript in einem Unterverzeichnis.
1. Die robots.txt konfigurieren
Damit Google und Bing gar nicht erst versuchen, deine Affiliate-Weiterleitungen zu indexieren (was zu Problemen mit „Duplicate Content“ oder unnötigem Crawl-Budget-Verbrauch führen könnte), solltest du den Pfad sperren.
Angenommen, deine maskierten Links sehen so aus: meineseite.de/go/produktname.
Dann öffne oder erstelle deine robots.txt im Hauptverzeichnis deiner Website und füge diese Zeilen hinzu:
User-agent: * Disallow: /go/
Was bewirkt das?
User-agent: *: Diese Anweisung gilt für alle Crawler (Googlebot, Bingbot, etc.).
Disallow: /go/: Du sagst den Bots: „Bitte ignoriere alles, was in diesem ‚Ordner‘ passiert.“ Deine echten Inhalte bleiben indexiert, aber deine Affiliate-Umwege werden ignoriert.
2. Das korrekte Link-Attribut (HTML)
Früher war rel=“nofollow“ das Maß aller Dinge. Google hat dies jedoch verfeinert. Für Affiliate-Links ist heute sponsored der Goldstandard.
So sollte der Code für einen Link in deinem Blogbeitrag aussehen:
<a href="https://meineseite.de/go/produktname" rel="sponsored">Hier das Produkt ansehen*</a>
Warum sponsored? Google erkennt dadurch sofort, dass es sich um eine kommerzielle Partnerschaft handelt. Es verhindert, dass „Linkjuice“ (Ranking-Power) vererbt wird, was bei massenhaften Affiliate-Links von Google negativ gewertet werden könnte. Es ist die ehrlichste Form der Kommunikation mit der Suchmaschine.
3. Umsetzung in WordPress (ohne Plugin)
Falls du kein extra Plugin wie Pretty Links nutzen möchtest, kannst du die Links auch direkt im WordPress-Editor bearbeiten:
- Markiere den Text und klicke auf das Link-Symbol.
- Gib deine maskierte URL ein (z. B. /go/powersuite).
- Öffne die Link-Einstellungen (oft ein Zahnrad oder „Erweitert“).
- Dort gibt es meist Checkboxen für „Nofollow“. Wenn dein Theme/Editor modern ist, kannst du dort auch „Sponsored“ wählen. Falls nicht, wechsel kurz in die Code-Ansicht und tippe rel=“sponsored“ manuell ein.
Google, Bing und das Cloaking-Missverständnis
Ein hartnäckiger Mythos besagt, dass Suchmaschinen Seiten abstraft, die Affiliate-Links maskieren. Hier ist eine klare Entwarnung: Google und Bing unterscheiden strikt zwischen böswilligem Cloaking (dem Bot wird anderer Inhalt gezeigt als dem Nutzer) und der kosmetischen Link-Maskierung. Letztere ist völlig legitim.
SEO Best Practices für maskierte Links
Damit deine Strategie nicht nur Klicks bringt, sondern auch dein Ranking schützt, solltest du drei Regeln befolgen:
- Das rel=“sponsored“ Attribut Google empfiehlt dringend, Werbelinks explizit zu kennzeichnen. Während früher rel=“nofollow“ Standard war, ist heute rel=“sponsored“ die korrekte Wahl. Es signalisiert: „Dies ist eine bezahlte Empfehlung, werte sie nicht für das Linkprofil der Zielseite.“
- Ausschluss in der robots.txt Verhindere, dass Crawler deine Weiterleitungen unnötig prüfen. Wenn deine Links im Pfad /go/ liegen, gehört folgende Zeile in deine robots.txt: Disallow: /go/
- Mehrwert vor Link-Dichte Suchmaschinen strafen keine maskierten Links ab, sondern „Thin Affiliate Sites“. Solange dein Content hochwertig ist und die Links nur eine hilfreiche Ergänzung darstellen, ist dein Ranking sicher.
Fazit: Professionalität zahlt sich aus
Wer Affiliate-Marketing als Hobby betreibt, kann mit nackten Links arbeiten. Wer jedoch eine echte Marke aufbauen und seine Einnahmen maximieren möchte, kommt um das Maskieren von Links nicht herum.
Es erhöht die Click-Through-Rate (CTR) durch Vertrauen, schützt deine Provisionen und sorgt für ein sauberes, professionelles Erscheinungsbild deiner Website. Mit der richtigen Kennzeichnung (rel=“sponsored“) und einer sauberen robots.txt bist du technisch und SEO-seitig auf der sicheren Seite.
Webmaster-Checkliste:
-
Nutze eine eigene Sub-Struktur (z.B.
/go/produkt). -
Setze konsequent
rel="sponsored". -
Sperre das Redirect-Verzeichnis in der
robots.txt. -
Analysiere deine Klicks, um zu lernen, welche Ankertexte am besten performen.






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